
Wien Holding Arena
Ein schwebender Klangraum
Wien präsentiert sich der Welt insbesondere durch sein intensives kulturelles Leben. Die Vielzahl an Spielstätten - vor allem im historischen Bauerbe - soll nun um eine neue große Veranstaltungshalle erweitert werden. Große Arenen vermögen das Bild einer Stadt weiterzuentwickeln. Alten Stadtteilen werden neue Aufgaben im Leben der Stadt gegeben. Transformationen finden statt. An einer Hauptverkehrsader - der Stadtautobahn Süd-Ost-Tangente - gelegen, wird die Wien Holding-Arena täglich von tausenden Menschen wahrgenommen. Über die Signifikanz und Zeichenhaftigkeit der Lösung betont Wien die Bedeutung der neuen Arena und die Aufwertung des neu gewidmeten Stadtteils.
Platzierung
1. Preis Wettbewerb 2020
Lage
Wien
Mitarbeitende
Atelier Mauch, Vitus Barth, Luca de Angelis, Ninoslav Ilic, Alexandro Rossi, Christina Sellner, Itziar Uzcudun
Bauherr
Wien Holding
Größe
129.556 m² BGF
Mitarbeitende (WB)
Ninoslav Ilic, Jakub Lech, Radoslaw Matusiak, Andreas Metz, Selma Sarcevic, Itziar Uzcudun
Ein urbanes Foyer
Die Einbindung der Arena an das Leben der Stadt erfolgt über ineinanderfließende Plätze, welche die Topographie des Ortes nutzen. Großzügige Verweilbereiche und Verteilebenen sind über breite Freitreppen und Rampen miteinander verschränkt. Über diesem flächigen Faltwerk der Erschließung balanciert das Volumen der Arena mit weiten Auskragungen über dem umgebenden Freiraum. Die Geometrie des Hochhauses setzt einen präzisen Kontrapunkt zur Halle. Durch den der Halle zugewandten Einschnitt wird der Dialog mit deren weiten Auskragungen aufgenommen. An diesem Punkt verdichtet sich der Platz und erhält eine urbane Ausstrahlung.


Eleganz und Dynamik
Die Architektur der Arena verbindet die Eleganz einer reinen Konzerthalle mit der Kraft und Dynamik eines Sportstadions. Aus der Tragstruktur der Halle erwächst die dynamische Grundform, die komplexen Abläufe und Erfordernisse schaffen wesentliche Randbedingungen. Die Architektur schließlich entsteht aus differenzierten Raumerlebnissen mit deren Aus- und Durchblicken. An den Zugangsbereichen öffnet sich der Innenraum dem Freiraum in größter Transparenz. Die weitgehend geschlossene Fassade darüber erzeugt einen schwebenden metallischen Baukörper, der sich oben teilweise wieder in Transparenz auflöst und zur Dachterrasse wird.


Metallisch schimmernde Volumen
Die Fassade emöglicht unterschiedliche Stimmungen. Am Tag erzeugt die vorgesetzte enge Metallrohrstruktur ein abgehobenes, elegant schimmerndes Volumen. Abends verwandelt sich der Baukörper durch die raffinierte Hinterleuchtung des Rohrgeflechtes in eine sanft leuchtende Struktur. Verglaste Schlitze in der dahinterliegenden geschlossenen Klimahülle gewähren dabei Einblicke in die Flure und Foyers. So kann der Veranstaltungsbetrieb der Arena auch aus der Ferne erlebt werden.





